Einlagensicherung

Bei einer Anlage auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto gibt man einer Bank Geld und bekommt dafür Zinsen. Doch was passiert, wenn die Bank in Zahlungsschwieigkeiten gerät oder gar pleite ist? In solch einem Fall würde die Einlagensicherung greifen. Momentan existieren zwei stufen im Deutschen Einlagensicherungssystem.

Die gesetzliche Einlagensicherung

Durch das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) sind mittlerweile EU weit bis zu 50.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich gesichert. Gesichert sind dabei die sogenannten Sichteinlagen, wie Girokonto, Tagesgeld, Festgeld, Sparbriefe und -Bücher. Jede Bank mit Hauptsitz in Deutschland muss in diesem Sinne der Entschädigungseinrichtung der deutschen Banken angehören, welche den Schutzbetrag garantiert. In anderen europäischen Ländern sind nach EAEG mindest 50.000 Euro pro Kunden und Bank abgesichert. In einigen Ländern ist dieser Betrag deutlich höher, so dass unter anderem in Dänemark, Niederlande, Spanien, Portugal gesetzlich 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesichert sind.

Die private Einlagensicherung

Zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung gibt es weitere private Sicherungssysteme. Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes der deutschen Banken umfasst aktuell ca. 200 private Geldinstitute. Mitglieder dieses Einlagensicherungsfonds bieten Ihren Kunden einen Schutz von 30% des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Da in Deutschland für jede Bank eine Mindesteigenkapitalsumme von 5 Mio. Euro gilt, sind damit Kunden jeder Mitgliedsbank automatisch mit 1,5 Mio. Euro pro Kunde abgesichert.

Mitglieder des Einrichtungsfonds des Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) , des Haftungsverbunds der Sparkassen und des Haftungsverbund des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sind unabhängig vom haftenden Eigenkapital zu 100% pro Kunde abgesichert.